Anleitung

Auf dieser Seite erklären wir dir zuerst, wie du die Firmware installierst und anschließend (weiter unten), wie du bei einem fertig eingerichteten Router später die Konfiguration änderst.

ACHTUNG: Die Anleitung in unserem Wiki kann ggf. aktueller sein.

Freifunk-Firmware installieren

Im Folgenden beschreiben wir beispielhaft anhand des am häufigsten gewählten Modells TP-Link TL-WR841N die Installation der Firmware. Bei anderen Modellen, gerade von TP-Link, ist die Installation ähnlich. Willst du große oder Außenflächen vernetzen möchtet, lies bitte unsere Router-Empfehlungen.

  1. Router auswählen & beschaffen.
  2. Auf unsere Seite “Firmware” gehen und die richtige Firmware für den entsprechenden Router auswählen und herunterladen. Richtig ist die Version, die mit der Gerätebezeichnung und Hardware-Revision deines Routers übereinstimmt. Bezeichnung und Revision stehen meistens auf dem Typenschild:
     CC-BY-NC Freifunk Kreis Steinfurt - Timo Schmitt


    CC-BY-NC Freifunk Kreis Steinfurt – Timo Schmitt

  3. Router auspacken und anschließen: PC und Router über LAN-Kabel verbinden, dabei darauf achten, das LAN-Kabel nicht in den WAN-Anschluss zu stecken, sondern in einen LAN-Anschluss (bei TP-Link ist die WAN-Buchse meistens blau und die LAN-Buchsen sind gelb). Den Router an den Strom anschließen und einschalten.
  4. Mit dem Browser der Wahl die Seite http://192.168.0.1/ aufrufen. Die Anmeldedaten sind in der Regel admin/admin oder stehen (wie bei der vorherigen Abbildung) hinten auf dem Router.
  5. In der linken Leiste ‘System Tools’ auswählen:
    schritt-1
  6. Auf ‘Firmware-Upgrade’ klicken, dann auf ‘Datei auswählen’ und die heruntergeladene .bin-Datei auswählen:
    schritt-2
  7. Im Folgenden sollte der Router die Installation durchführen und mehrmals automatisch neustarten. Sollte alles klappen, gibt die Seite eine entsprechende Meldung aus.
    schritt-3

Freifunk-Firmware einmalig einrichten

  1. Wenn der Router geflasht ist, muss man eine neue IP-Zuweisung erzwingen. Am einfachsten erreicht man das durch das Ziehen und wieder Einstecken des LAN-Kabels. Danach im neuen Tab auf http://192.168.1.1/ wechseln. Hier öffnet sich nun der Einrichtungs-Wizard, der entsprechend gefüllt werden kann.
    Zur Erklärung der Optionen im Konfigurationswizard:

    Name
    Der Name kann gewählt werden wie es bliebt, er taucht später auf der Knotenkarte auf wenn man dies nicht deaktiviert.
    Firmware automatisch aktualisieren
    Möchte man sich nicht jedes Mal selbst um die notwendigen Updates kümmern, sollte man den Haken hier gesetzt lassen. Der Router aktualisiert sich dann selbst über das Freifunknetz mit Sicherheitsaktualisierungen, etc. Empfehlenswert ist das Autoupdate zu aktivieren. In den Experten-Einstellungen kann man auch den Branch ändern, “Stable” ist hier empfehlenswert, bei “experimental” kann es zu Problemen kommen da die Software noch nicht getestet wurde.
    Mesh-VPN aktivieren
    Sollte keine Verbindung zu einem anderen Freifunk-Router in ‘Sichtweite’ möglich sein baut der Freifunk-Router eine VPN-Verbindung zum Freifunk Gateway auf. Außerdem können so Knoten ohne Mesh-VPN und Clienten durch das Freifunk-Netz ins Internet gelangen. Wenn man nicht die ganze Bandbreite seiner Leitung zur Verfügung stellen will kann man hier einstellen welche Kapazität der Freifunk-Router nutzen darf.
    Knoten auf der Karte anzeigen
    Ein grafisches Schmanckerl. Wenn man seinen Router auf der geographischen Karte anzeigt, erleichtert das die Verbreitung von Freifunk-Routern nachzuvollziehen. Das erlaubt es auch sich mit anderen Freifunkern abzusprechen damit die Router nach Möglichkeit meshen können. Wer darauf keinen Wert legt, kann dies deaktivieren.
    Hinweis: Der oben gewählte Knotenname wird auf der Karte angezeigt. Wenn man seinen Knoten anzeigen lassen will, braucht man die Geokoordinaten des Standort, diese lassen sich Beispielsweise über Google Maps leicht abfragen in dem man an der passenden Stelle auf “Was ist hier?” klickt, dort werden die Koordinaten angezeigt.
    Kontakt
    Hier kann man eine Mailadresse angeben damit wir und andere Freifunker euch Kontaktieren können wenn es. Es bietet sich durchaus an das auch zu tun, wenn es irgendwo hakt ist es sinnvoll eine Kontaktmöglichkeit zu haben und es hilft auch beim vernetzen. Beachtet aber, dass die Adresse innerhalb des Freifunk Netzes öffentlich ist.
    Expertenoptionen
    Wer einen SSH-Zugang zu seinem Router haben möchte, muss zuerst rechts oben auf den Expertenmodus schalten. Dort kann man dann seinen SSH-Key oder einfach ein Passwort hinterlegen, mit dem man dann über SSH auf den Router zugreifen kann.

  2. Fast geschafft: Alles was im gelben, rot umrandeten Feld steht, muss per Mail an info@freifunk-muensterland.de  gesendet werden. Dadurch wissen wir, dass ein neuer Router online ist und schalten ihn sobald wie möglich für den Freifunk-Gateway frei.
    (Dieser Schritt entfällt bei den neueren Firmware-Versionen einiger Domänen. Der Router verbindet sich dann automatisch.)

  3. Letzter Schritt: Den nun konfigurierten Router mit einem LAN-Kabel über den WAN-Anschluss an einen schon bestehenden Router oder eine äquivalente Internetverbindung anschließen und die Verbindung testen.freifunkrouteranschluss Klappt alles? Dann sind wir hier fertig, viel Spaß!Bei weiteren Fragen und Problemen, helfen wir dir gerne weiter. Besuche uns doch in unserem Forum oder schreibe uns eine E-Mail.

 

Änderung der Konfiguration

Willst Du die Konfiguration Deines Routers nachträglich  ändern, musst Du in den Konfigurationsmodus wechseln. Im Konfigurationsmodus ist der Router auf allen LAN Ports (Gelbe Buchsen) über http://192.168.1.1 erreichbar.
Schalte den Router ein und warte bis er gestartet ist, dies dauert je nach Modell bis zu 2 Minuten. Ist der Router komplett eingeschaltet und betriebsbereit, blinkt die Lampe bei dem WLAN-Symbol. Der Router kann nun in den Konfigurationsmodus versetzt werden, indem die WPS/RESET Taste, auf der Rückseite des Gerätes, mindestens 5 Sekunden lang gedrückt wird. Im Zweifel die Taste einfach so lange halten bis die Lampen des Routers einmal gemeinsam aufleuchten.

Dann Änderungen in der Weboberfläche vornehmen und Konfiguration speichern.
Der Router startet danach automatisch neu uns ist dann wieder im “Normalmodus”.
Ein erneutes Zusenden des Schlüssels ist bei einer Änderung übrigens nicht erforderlich.

 

Dieses Tutorial basiert auf der Arbeit von Tengu. Vielen Dank für die Vorlage!

12 thoughts on “Anleitung

  1. Hallo,
    Ich finde die Idee richtig gut, ich habe Interesse das Netz hier in gremmendorf zu erweitern, mir ist allerdings nicht klar, in wieweit diese Freigabe meine eigenes Netz beeinflusst? Eine Information in dieser Fragestellung würde mir bei einer Entscheidung weiterhelfen, danke für eine Antwort, sg cwittfoht

    • Das beeinflusst dein eigenes Netzwerk kaum bis gar nicht. Der Freifunk Router spannt ein unabhängiges WLAN auf und leitet alle Daten über eine verschlüsselte Verbindung zu uns. Ähnlich wie bei der Funktion eines GastWLAN, das einige Router anbieten, sind die Clients Netzwerk seitig völlig von deinem eigenen internen Netzwerk (mit evtl Drucker, NAS, anderen PCs…) getrennt.

      Das einzige was beeinflusst wird ist der Durchsatz deiner Internetleitung. Irgendwo müssen die Daten ja her. Das lässt sich beim Einrichten des Freifunk Routers aber einstellen. Da kann man ganz einfach Grenzen eingeben, damit die eigene Internet Leitung nicht verstopft ist. Aber selbst ohne diese Grenze schaffen die einfachsten Freifunk Router maximal ~10Mbit. Liegt an der Rechenleistung die zum verschlüsseln benötigt wird. Sollte man also eine 16MBit Leitung oder mehr haben, braucht man sich darum gar keine Gedanken zu machen.

      Konnten wir deine Fragen damit beantworten?

      • Hi,

        ich finde die Idee auch richtig klasse! Allerdings habe ich einige Bedenken:

        Wie muss man sich das mit dem GastWLAN vorstellen? Sind die Clients in privaten VLANs voneinander abgeschottet? Wie wird gewährleistet, dass der Router frei von Sicherheitslücken ist und nicht doch vielleicht ein Zugriff auf das interne Netz (NAS, Netzwerkdrucker, …) möglich wird?

        • Dass die Freifunk-Software, die auf OpenWRT basiert und von vielen Augen gegengecheckt wird, frei von Sicherheitslücken ist, kann man nie behaupten. Deshalb sollte man zur Erhöhung der Sicherheit und um auszuschließen, dass durch eine Sicherheitslücke auf das eigene Intranet zugegriffen wird, den Freifunk-Router mit einem Gäste-LAN des eigenen Internet-Routers (z.B. Fritzbox) verbinden. Bei der Fritzbox kann man z.B. LAN-Port4 als Gästenetz konfigurieren, so dass von dort kein Zugriff auf das LAN möglich ist. Wird nun wider Erwarten der Freifunk-Router gehackt, ist der Angreifer erstmal im Gäste-LAN und müsste dann noch eine weitere Sicherheitslücke im Internet-Router finden, um ins Intranet zu kommen. Unwahrscheinlich.

          • Hallo N.N.,

            Natürlich können wir nicht ausschließen das es bei uns Sicherheitslücken gibt. Bei uns kann das aber jeder selbst Überprüfen im Gegensatz zu proprietärer Software. Trotzdem spricht nichts dagegen Freifunk im eigenen Netz weiter abzuschotten, gerade mit der Gäste-Lan Funktion von Fritzboxen gibt es aber Probleme da diese nur HTTP(S) Traffic durchlassen so das eine Verbindung zum Freifunk Netz nicht möglich ist.

  2. Danke für die Infos,

    da ich eine relativ große Bandbreite zu Verfügung stellen kann (100mbit down – 5mbit upload) werde ich vielleicht das Netz in Münster Handorf ein wenig erweitern ;).

    Grüße Silex

    • Hallo Frau Jüdefeld,

      ja wir haben schon fertig geflashte Router die wir zum Selbstkostenpreis von 15€ weitergeben. Mittwochs oder Samstags ab dem späteren Nachmittag in der Warpzone.

  3. Nachdem FON meinen alten FON-Router nicht mehr unterstützt, möchte ich zu Freifunk wechseln. Ich mag das W-LAN für die Nachbarschaft und eine Ferienwohnung freigeben. Als W-LAN-Router habe ich einen TP-LINK TL-WDR4300 gekauft.

    Frage:
    Ich wohne ca. 160 km östlich von Münster. Kann/darf ich auch die von Euch zur Verfügung gestellte Firmware sowie die VPN-Verbindung verwenden?

  4. Da bisher noch keiner auf Marcus frage geantwortet hat:
    Die Software steht ja frei auf dieser Internetseite zur Verfügung und kann genutzt werden.

    Wenn Du die lokale Community vom Freifunk unterstützen und ggf. eine Verbindung zu schon vorhanden oder später dazu kommenden Routern (Ausfallsicherheit falls mal Dein Anschluss nicht geht, etc.) bevorzugst, dann findest Du die entsprechende Vor-Ort Freifunk-Community unter http://www.freifunk.net.

  5. Ich habe auf meinem 1043ND V1 schon OpenWRT (AA) drauf. Wenn ich jetzt eure Freifunk Firmware einspielen möchte, muss ich wenn ich das richtig deute, die Version zum “Aktualisieren” nehmen oder?

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